Sonntag, 30. September 2012

Leude!

Ja,
auch ich bin in Facebook, StudiVZ, myspace, Xing gewesen.GEWESEN!
Ja, denn auch ich hab erkannt:Niemand braucht das WIRKLICH. Und Geschäfte...mal ehrlich...die guten macht man doch immer noch über Mund-zu-Mund-Propaganda und Handschlag! :)
Nichts Besseres als das!
Alles andere ist einfach "nur" hip, was ja auch mal ganz schön ist, ne Weile...aber jetzt...meine Worte.Aber natürlich auch meine Zeit:


Donnerstag, 27. September 2012

»Junge, wiste 'ne Beer?«

Stellt euch vor:
Ich war grade fast 3 Wochen in Afrika (Kenia & Tansania), und eines ging mir nicht aus dem Kopf...Kennt ihr`s (noch)?:


Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
Ein Birnbaum in seinem Garten stand,
Und kam die goldene Herbsteszeit
Und die Birnen leuchteten weit und breit,
Da stopfte, wenn's Mittag vom Turme scholl,
Der von Ribbeck sich beide Taschen voll,
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
So rief er: »Junge, wiste 'ne Beer?«
Und kam ein Mädel, so rief er: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick hebb 'ne Birn.«

So ging es viel Jahre, bis lobesam
Der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. 's war Herbsteszeit,
Wieder lachten die Birnen weit und breit;
Da sagte von Ribbeck: »Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.«
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
Trugen von Ribbeck sie hinaus,
Alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
Sangen »Jesus meine Zuversicht«,
Und die Kinder klagten, das Herze schwer:
»He is dod nu. Wer giwt uns nu 'ne Beer?«

So klagten die Kinder. Das war nicht recht -
Ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht;
Der neue freilich, der knausert und spart,
Hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
Und voll Mißtraun gegen den eigenen Sohn,
Der wußte genau, was damals er tat,
Als um eine Birn' ins Grab er bat,
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,
Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
Und in der goldenen Herbsteszeit
Leuchtet's wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung' übern Kirchhof her,
So flüstert's im Baume: »Wiste 'ne Beer?«
Und kommt ein Mädel, so flüstert's: »Lütt Dirn,
Kumm man röwer, ick gew' di 'ne Birn.«

So spendet Segen noch immer die Hand
Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.
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Warum? Ich weiss es nicht. Wir mussten es mal in der Schule lernen.
Hier in Hamburg wird es jetzt Herbst.
Und ich konnte über das Gedicht noch Folgendes lesen:
"
Ribbeck ist ein Dorf in der Mark Brandenburg, 30 km von der westlichen Stadtgrenze Berlins entfernt, idyllisch in einer Senke an der Bundesstraße 5 nach Hamburg gelegen."

Da meine Eltern sehr oft in Brandenburg durch die Wälder schlupfen, freu ich mich irgendwie noch mehr, dass das Gedicht nicht ganz ohne Bezug aus einem der Höhlen meines Hirns gekrochen ist!